Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Stadt voller Energie

Die heutige Stadt Premnitz ist als Industriestandort groß geworden. Zu ihr gehören heute auch die Nachbarorte Mögelin und Döberitz. Während Mögelin ein bevorzugtes Wohngebiet ist, sind in Döberitz auch einige Unternehmen heimisch. Über die B 102 gelangt man nach Norden in die 8 km entfernte Kreisstadt Rathenow, nach Süden in das 20 km entfernte Brandenburg an der Havel und zur Autobahn A2. Auch per Bahn lassen sich die beiden Nachbarstädte leicht erreichen.

Premnitz hat heute ca. 8.600 Einwohner, ein reichhaltiges Angebot an überwiegend saniertem Wohnraum, eingebettet zwischen Havellauf und ausgedehnten Wäldern im Hinterland. Vier Kindertagesstätten, Grundschule und Oberschule sind vor Ort, weiterführende Schulen im nahen Rathenow oder Brandenburg an der Havel. Für die Grundversorgung ist gesorgt, Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Apotheken und Restaurants sowie ein Hotel sind vorhanden. Es gibt ca. 2.900 versicherungspflichtig Beschäftigte und 2.200 Arbeitsplätze in den insgesamt über 500 Unternehmen unterschiedlichster Branchen vor Ort.

Gewerbe und Industrie

Seinen Ruf als Industriestandort verdankt Premnitz dem ehemals sehr bedeutsamen Werk der Märkischen Faser, die zwischen den Kriegen einen der ganz großen Chemiestandorte entwickelte und an dem wesentliche Schritte zur Entwicklung der Kunstfasern erfolgten. Das riesige Areal, das sich aus einer Pulverfabrik des 1.Weltkrieges entwickelte, ist auch heute noch ein weitläufiges Industriegebiet. Von Altlasten aufwändig befreit, bietet es herausragende Ansiedlungsbedingungen vor allem für Unternehmen der Chemiebranche.

Die Märkischen Faserwerke produzieren weiterhin auf diesem Gelände. Viele Betriebsteile wurden jedoch abgespalten oder still gelegt, so dass auf dem Areal eine Vielfalt von Firmen entstanden ist und größere Bereiche auch baureif saniert wurden. Geblieben ist eine herausragende Infrastruktur, die neben gut ausgebauten Zufahrtsstraßen ein weiträumiges Eisenbahnnetz, eine privat betriebene und auf spezielle Industriebedürfnisse zugeschnittene Wasserentsorgung, Möglichkeiten zur Kühlwasserentnahme aus der Havel, sowie von dem auf dem Gelände betriebenen Kraftwerkskomplex ein weitläufiges Dampfversorgungsnetz auf verschiedenen Temperaturniveaus  bietet.

Dieses Gesamtareal, als Industriepark Premnitz (IPP) firmiert, bietet vielfältige Ansiedlungsmöglichkeiten auf Freiflächen, leer stehende Immobilien oder auch Büroräume. Er umfasst insgesamt 158 ha. Weiter südlich besitzt Premnitz ein zweites altes Industriegebiet, in dem vornehmlich Unternehmen der Recyclingbranche ansässig sind. Dieses Industriegebiet zeichnet sich vor allem durch einen Hafen an der Havel aus, der von einem der Unternehmen betrieben wird. Aufgrund seiner Tradition hat Premnitz eine hohe Akzeptanz für Betriebe aus Chemie und Umwelttechnik und bietet dementsprechend Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung in diesen Bereichen.