Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Stadt der Optik

Johann Heinrich August Duncker, dem Begründer der modernen optischen Industrie, hat Rathenow seinen Ruf als Optikerstadt zu verdanken. Neben Dunckers Denkmal am Bahnhof wird in Rathenow auch noch der Große Kurfürst mit einem barocken Sandsteindenkmal am Schleusenplatz geehrt. Die beiden sind aber keinesfalls die einzigen historischen Zeugen der Stadt.
Der spätromanische Backsteinbau der St. Marien-Andreas-Kirche stammt aus dem Jahr 1280. Ein weiteres Highlight: der Optikpark Rathenow. Farbinstallationen, irritierende optische Phänomene sowie eine große Anzahl kultureller Veranstaltungen machen ihn zu einem besonderen Erlebnis mit hohem Erholungswert.

Verkehrliche Anbindung

Verkehrstechnisch ist Rathenow über die Bundesstraßen B102 in Nord-Süd Richtung  unter anderem nach Brandenburg an der Havel angebunden, in Ost-West Richtung über die B 188 nach Stendal beziehungsweise Nauen und Berlin. Rathenow liegt außerdem an der Schnellbahnstrecke Hannover/Berlin, auf der Züge nach Berlin und Stendal halten. Zusätzlich hat Rathenow eine Bahnverbindung über Premnitz nach Brandenburg an der Havel.

Gewerbe und Industrie

Rathenows Industriegeschichte ist eng mit der optischen Industrie verbunden. Durch die Entwicklung von Linsenschleifmaschinen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Grundlage gelegt, die über Jahrzehnte zu einer herausragenden Position in dieser Branche führte. Die Rathenower Optischen Werke umfassten viele Bereiche der optischen Industrie, die aber heute weitgehend in einzelne Unternehmen ausgegliedert sind. Der Kernbereich der Brillenherstellung wird heute von der Firma Fielmann betrieben, während einige Unternehmen für spezielle Brillengestelle oder optische Geräte wie Mikroskope eigenständig am Markt operieren. So ist auch der Sitz der Augenoptikerinnung des Landes Brandenburg in der Stadt, die hier eine Optiker Schule betreibt. Hier werden Weiterbildungen zum Optometristen und Meisterschulungen durchgeführt.

In dem vor allem im Süden der Stadt Rathenow angesiedelten Industriegebiet findet sich eine große Vielfalt unterschiedlicher Unternehmen. Eine wichtige Rolle spielt auch das in diesem Gebiet angesiedelte Technologie- und Gründerzentrum, das neuen Unternehmen für einige Jahre gute Startbedingungen bietet. Büro-, Lager- und Werkstatträume zwischen 23 qm und 170 qm können angemietet werden. Die monatlichen Mietpreise für Werkstatt- und Lagerräume beginnen bei 3,00 €/qm und für Büroräume wird ein monatlicher Mietzins ab 5,00 €/qm berechnet. Zusätzlich stehen kostenlose Parkplätze und Konferenzräume den Mietern zur Verfügung. Im Umfeld des TGZ finden sich Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik, für Baustoffe oder auch klassischer Stahlbau. Über eines dieser Stahlbauunternehmen besteht auch ein Zugang zum Wasserweg der Havel, an dem das Unternehmen eine kleine Hafenanlage betreibt. Im Stadtgebiet wie auch im Industriegebiet finden sich zahlreiche Ansiedlungsmöglichkeiten sowohl auf Freiflächen als auch unter Nutzung unterschiedlichster Bestandsimmobilien. Auch Büroflächen zur Anmietung sind verfügbar. 

Rathenow ist die Kreisstadt des Landkreises Havelland, damit Sitz des Landrates und eines Teils der Kreisverwaltung.  Die Stadt liegt beiderseits der Havel und umfasst auch die Orte Böhne, Göttlin, Grütz, Semlin und Steckelsdorf. In der Stadt wohnen ca. 25.000 Einwohner. Ein kleiner Innenstadtbereich entwickelt sich nach umfangreicher Sanierung, in dem vielfältige Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind, ergänzt durch ein kleines Einkaufszentrum im Süden der Stadt. Ärzte und Apotheken sowie ein Krankenhaus sind am Ort. Zahlreiche Kindertagesstätten stehen zur Verfügung  sowie Grund- und weiterführende Schulen. Die Zahl der Arbeitsplätze in Rathenow ist kontinuierlich auf ca. 9.400 angestiegen.