Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Neues auf alter Brache

Der Schornstein ist Geschichte. Experten einer Spezialfirma haben den Schlot am 15. September gesprengt. Mit insgesamt 5,75 Kilogramm Dynamit brachten sie das Wahrzeichen der ehemaligen Stärkefabrik zu Fall. Damit wurde zugleich der symbolische Startschuss für die Entwicklung der seit neun Jahren umkämpften Industriebrache gegeben. Zunächst wird nun die alte Fabrik komplett abgetragen, dabei sind geschätzt etwa 20.000 Kubikmeter Schutt abzutransportieren. Bis Februar 2018 soll das Areal vollständig geräumt sein.

Und dann wird wieder aufgebaut: Geplant ist vom Investor Isarkies eine kombinierte Bebauung aus Wohnen und Einzelhandel. "Wir hoffen, dass im kommenden Jahr hier ein Ort entsteht, an dem sich die Kunden und Einwohner sehr wohl fühlen werden“, sagt Isarkies-Geschäftsführer Christoph Kagerer. Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits am 28. September 2016 die Beschlüsse zur Einstellung des alten B-Plan-Verfahrens "SB-Markt Neuendorfer Straße" und anschließend zur Aufstellung eines B-Planes "Wohngebiet und Sondergebiet großflächiger Einzelhandel Neuendorfer Straße" gefasst.

Mittlerweile hat die Auslegung des Bebauungsplanes einen fortgeschrittenen Stand erreicht. Und auch das zukünftige Lebensmittelunternehmen steht bereits fest: Es wird ein REWE-Center als sogenanntes Green Building nach modernsten ökologischen Konzepten entstehen mit Frischeabteilungen für Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse und Fisch. Auf ca. 3.280 m² Verkaufsfläche werden zukünftig an diesem Standort mehr als 30.000 Artikel angeboten werden, auch regionale Produkte sollen dabei im Sortiment zu finden sein. 80 neue Arbeitsplätze sollen hier geschaffen werden.

Im Anschluss werden dann am Standort neben dem Lebensmittelmarkt 135 Wohneinheiten als Eigentums- und Mietwohnungen in Größen von 1,5 bis vier Zimmern in Wassernähe entlang der Havel entstehen. Überhaupt soll das Areal sehr grün angelegt werden und so eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.