Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Digitale Autobahn

Die digitale Welt bestimmt zunehmend unseren Alltag. Ihre Grundlage sind leistungsfähige Breitbandnetze, die allen Bürgern und Unternehmen zur Verfügung stehen müssen. Darum hat die Bundesregierung das Ziel definiert, dass breitbandige Netze bis 2018 flächendeckend zur Verfügung stehen sollen. Auf Basis der Bundesrichtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus“ wird der Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze in den Regionen gefördert, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau bisher noch nicht gelungen ist.

Denn eine flächenmäßige Verfügbarkeit von leistungsfähigen Internetanschlüssen ist ein wichtiger Standortfaktor und damit zunehmend das Ausschlagkriterium bei der Wahl eines Wohn- oder Unternehmenssitzes und Voraussetzung für die Sicherung und Verbesserung der Daseinsfürsorge, die wirtschaftliche Entwicklung und bei der sozialen Kommunikation, auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung im Land Brandenburg.

Brandenburg an der Havel und der Landkreis Havelland treiben seit 2016 verstärkt den Breitbandausbau voran. Planungs- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung wurden durch öffentliche Ausschreibung vergeben, die Finanzierungsanteile zwischen Bund, Land und Kommunen stehen fest. Ein Interessenbekundungsverfahren wurde abgeschlossen, die Landkreise Havelland und Potsdam-Mittelmark sowie die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel und Potsdam haben eine Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit beim Breitbandausbau in Westbrandenburg unterschrieben. Nachdem auch die notwendige Datenerfassung sowie ein Markterkundungsverfahren ordnungsgemäß durchgeführt werden konnten, wurde im Februar 2017 der Fördermittelantrag im Rahmen des 4. Aufrufes des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt.

Bis Ende 2018 sollen, vorbehaltlich der positiven Bewilligung der Anträge, mehr als 13.000 Adresspunkte, u.a. durch den Verbau von gut 4.000 km Glaserfaserkabel, an schnelles Internet angeschlossen werden. So erhält auch Westbrandenburg seine eigene Auffahrt auf die digitale Autobahn.

3. Nachfolgeforum Westbrandenburg

Im Land Brandenburg muss sich in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Unternehmen um eine Nachfolge bemühen. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns auch 2017 diesem wichtigen Thema widmen und Erfahrungen teilen, typische Fragestellungen diskutieren sowie Raum zum Austausch bieten.

Beim 3. Nachfolgeforum Westbrandenburg am 15. November 2017, ab 17 Uhr im TGZ Brandenburg an der Havel, erwarten Sie Impulsvorträge von Experten, Einblicke in die Probleme und Lösungsstrategien anderer Unternehmensnachfolgen, Gespräche und hilfreiche Workshops.

Das Nachfolgeforum Westbrandenburg wird gemeinsam organisiert von der TH Brandenburg, der Fachgruppe Wirtschaftsförderung der Stadt Brandenburg an der Havel, der IHK Potsdam, der Handwerkskammer Potsdam, der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg (WFBB), der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) und der Wirtschaftsregion Westbrandenburg.

Bitte melden Sie sich bei Dr. Henning von Wittich (hvonwittich@glc-group.com) bis zum 6. November 2017 an oder senden Sie uns den Anmeldebogen per Post oder Fax:

Millimeterarbeit

Moderne Technik ermöglicht vieles, was noch vor 15 oder 20 Jahren nur sehr schwierig und sehr teuer umzusetzen war. Das trifft auch auf das Präzisionsschneiden von Metall zu. Hier muss im Bereich von Zehntelmillimetern gearbeitet werden. Das können nur Maschinen. Der Mensch ist nicht in der Lage, so präzise zu arbeiten.

Insbesondere die Lasertechnik hat in den vergangenen Jahrzehnten zu großen Fortschritten in verschiedenen Wirtschaftsbereichen geführt, von der optischen Industrie über das Gesundheitswesen bis hin zur Fertigungstechnik, beispielsweise im Präzisionsschneiden. Hier ist nun Matthias Gartensleben in Brandenburg an der Havel neu in den Markt eingetreten.

Die Nachfrage der Unternehmen, die Platten, Bauteile etc. von Gartensleben und seinem Team auf den Zehntelmillimeter genau geschnitten haben wollen, ist groß. So fährt die Lasertechnik Brandenburg nach nur drei Monaten am Markt bereits im Zweischichtsystem. Bereits sieben Fachkräfte sind in dem jungen Unternehmen beschäftigt. Möglich gemacht haben den Erfolg ein Bankkredit, um den Laser anzuschaffen, Pacht und Umbau einer Werkshalle auf dem Gelände des Metallbau-Betriebs seines Vaters, Frank Gartensleben, und das richtige Gespür für diese Geschäftsidee.

„Als ich die Technik vor einigen Jahren auf einer Messe zum ersten Mal sah, war ich sofort fasziniert. Ich habe darin Potenzial gesehen und freue mich daher sehr, dass es bisher so gut läuft“ sagt Matthias Gartensleben. Anders als in vielen herkömmlichen Schneidverfahren, kann mit dem Kohlendioxidlaser hochpräzise und zugleich in größeren Dimensionen bzw. bei hohen Materialstärken gearbeitet werden.

„Wir können in unserer Anlage verschiedene Materialien wie Baustahl, Edelstahl und Aluminium bearbeiten. Über Umlenktechnik entsteht so aus einer Ausgangsleistung von nur sechs Kilowatt eine Schneidleistung von zwei Milliarden Watt pro Quadratzentimeter“, erklärt Gartensleben. So können die Aufträge der Kunden nicht nur mit der möglichen und gewünschten Präzision ausgeführt werden, sondern es wird zugleich ressourcen- und materialschonend gearbeitet. Eine anhaltend hohe Nachfrage wird in Zukunft weitere Spielräume zum Produktionsausbau schaffen.