Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Gewerbepark in Rathenow

Im Jahr 1801 legte Johan Heinrich August Duncker mit seiner patentierten Schleifmaschine den Grundstein für die optische Industrie in Rathenow. Dieser Industriezweig wuchs stetig und rasant auf über 230 optische Firmen bis zum Beginn des 2. Weltkrieges an. Die ständige Weiterentwicklung von Brillengläsern und -gestellen aus Rathenow erforderte schon bald den Ausbau des Geländes in der Jahnstraße 27.

Rathenow entwickelte sich so zu einer Erfolgsgeschichte und zum Herzstück der Brillenproduktion. Zu DDR-Zeiten wurden in den Rathenower Optischen Werken jährlich über fünf Millionen Brillenfassungen und elf Millionen Gläser hergestellt. Die Nachwendejahre waren dann aber durch einen langjährigen Leerstand der Objekte auf dem Gelände geprägt.

Neue Strahlkraft

Bis im Jahr 2006 der Rathenower Unternehmer Günther Schwolow das Grundstück erwarb. Seine Firma Obrira Low Vision ist spezialisiert auf die Herstellung von sogenannten Lupenbrillen, also Spezialsehhilfen für hochgradig sehschwache Menschen. 2011 kam Sohn Andre Scholow mit neuen Ideen, Designs und einer erweiterten Produktauswahl in die Firma und gründete den Optikservice Rathenow. Vater und Sohn hatten die Idee für den Duncker-Gewerbepark auf diesem traditionsreichen Gelände.

Mittlerweile sind dort Firmen ansässig, in denen mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zu Schwolows Nachbarn zählen die Handelsplattform Optikdesign Rathenow, der Internetshop www.4-haen.de und die Firma Holzarbeiten Sagrauske. Außerdem hat sich auch die Mechanisch Optische Metallverarbeitung GmbH dort angesiedelt, die Brillenfassungen aus Titan herstellt. Und es ist noch Platz. Weitere Firmen sollen folgen und dem Duncker-Gewerbepark zu neuer Strahlkraft verhelfen.