Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Ein Kern zieht Kreise

Die Wirtschaftsförderungen der einzelnen Städte präsentieren zum einen die Städte als interessante Wirtschaftsstandorte nach außen, um potenzielle Investoren auf die Region aufmerksam zu machen. Zum anderen beraten sie einheimische Unternehmen über mögliche Fördermaßnahmen. Sie begleiten und unterstützen unternehmerische Vorhaben von der Planung bis zur Realisierung durch umfassende Beratung, Angebote beziehungsweise Vermittlung geeigneter Standorte und Immobilien sowie bei der Herstellung von Kontakten zu anderen öffentlichen Stellen und Kooperationspartnern. Ziel der Wirtschaftsförderung ist es, die Region Westbrandenburg zu einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort zu gestalten.

Seit 2004 wird die Förderpolitik des Landes Brandenburg regional und sektoral neu ausgerichtet und konzentriert. Die Landesregierung hat dazu 15 sogenannte Regionale Wachstumskerne (RWK) identifiziert, die über besondere wirtschaftliche bzw. wissenschaftliche Potenziale verfügen. Durch die RWK sollen die Wachstumskräfte gestärkt, Beschäftigung gesichert und die Fördermittel effizienter eingesetzt werden. Auch die Stadt Brandenburg an der Havel wurde als RWK bestimmt.  Nach einer Analyse der Wirtschaftsstruktur des Landes Brandenburg wurden für Brandenburg an der Havel  sogenannte Cluster bestimmt, die zukünftige Wachstumspotenziale versprechen. Dazu zählen unter anderem die Cluster Gesundheitswirtschaft, Verkehr/Mobilität/Logistik, Metall und Tourismus.

Wachstum in der Region

Brandenburg an der Havel hat als ausgewiesener RWK eine Motorfunktion für die Region und soll den wirtschaftlich industriellen Kernbereich auf das Umland ausweiten und stärker miteinander verbinden.  Aus diesem Grund haben die drei Städte Brandenburg an der Havel, Rathenow und Premnitz ein Wirtschaftsentwicklungskonzept (WEK) für die Wirtschaftsregion Westbrandenburg erarbeiten lassen, um die Verflechtungen in den infrastrukturellen, wirtschafts- und arbeitsmarktbezogenen Bereichen aufzuzeigen und anschließend konkrete Maßnahmen für eine Zusammenarbeit abzuleiten. Im Ergebnis des WEK hat sich herausgestellt, dass die unterschiedlichen Profile der drei Städte einander ergänzende Potenziale und Kompetenzen aufweisen. Gemeinsame Kooperationsfelder und -potenziale für die Wirtschaftsregion Westbrandenburg wurden identifiziert und mit konkreten Maßnahmen untersetzt. So wird beispielsweise an einer gemeinsamen Gewerbeflächendatenbank gearbeitet. Die Stadtverwaltungen und insbesondere die Wirtschaftsförderungen der drei Städte sind maßgeblich an der Umsetzung dieser und weiterer Maßnahmen beteiligt, um eine starke Wirtschaftsregion wachsen und entstehen zu lassen. Sie sind daher die erste Anlaufstelle für Investitions- und Wirtschaftsvorhaben.  

zur Wirtschaftsförderung der Stadt Brandenburg/Havel gelangen Sie hier
zur Wirtschaftsförderung der Stadt Rathenow gelangen Sie hier
zur Wirtschaftsförderung der Stadt Premnitz gelangen Sie hier

BISS für Investoren 

Richtungweisend ist dabei auch die Brandenburger Investoren Service Stelle der Stadt Brandenburg an der Havel. Sie arbeitet seit März 2003 in Lotsenfunktionen für ansässige Unternehmen, Investoren und Existenzgründer, um sie bei Investitionsvorhaben optimal zu begleiten und zu beraten. Dabei haben sich die aufgebauten Strukturen bewährt, sowohl fachgruppenübergreifend als auch in der Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen. Neben der Investorenakquise konzentriert sich die Arbeit des Teams auf die Begleitung von Vorhaben und die Pflege des Unternehmensbestandes sowie die Netzwerkbildung.

Jeden ersten Dienstag im Monat wird in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ein Beratertag in den Geschäftsräumen der Fachgruppe Wirtschaftsförderung in Brandenburg an der Havel angeboten. Hier erhalten Interessierte kostenlos Einzelinformationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten ihres Vorhabens durch die ILB. Auch in Rathenow gibt es am jeweils letzten Donnerstag eines Monats  ein derartiges Angebot der ILB und der Industrie- und Handelskammer (IHK) in den Räumlichkeiten des Rathenower Rathauses.