Wirtschaftsregion Westbrandenburg

Technologie.Transfer.Tag der Technischen Hochschule Brandenburg zeigt die Innovationskraft der Region

Zu den bisher noch weniger bekannten Stärken des Standorts Westbrandenburg gehören die vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an den beiden Hochschulen der Wirtschaftsregion. Welche Vielfalt an neuen innovativen Produkten und Verfahren hier – vielfach gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft – entwickelt wird, wurde einmal mehr bei dem Technologie.Transfer.Tag der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) am 10. November 2018 deutlich.

 Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Rundgang durch die Offene Werkstatt der THB, die im Verlauf des vergangenen Jahres schrittweise ihre Angebote ausgebaut hat und inzwischen allen Interessierten unabhängig von ihrem Alter die Möglichkeit bietet, in verschiedenen Workshops ihre technischen Fähigkeiten zu erproben und ihr Verständnis für technische Fragen weiterzuentwickeln. Ursprünglich vor allem für die Studenten der Hochschule eingerichtet, versteht sich die Offene Werkstatt inzwischen als „FabLab“: Die Werkstatt steht auch Unternehmen offen, bspw. für die Herstellung von Prototypen. Zudem können Schüler und Jugendliche hier bereits frühzeitig tiefere Einblicke in die so genannten MINT-Fächer erhalten. Ihre Angebote präsentiert die Offene Werkstatt auch in einem neuen Webauftritt.

Die große Bedeutung der Hochschule als Ort der Forschung und der Ausbildung zukünftiger hochqualifizierter Arbeitskräfte sowie das enge Zusammenspiel von Hochschule und Stadt bzw. Region hoben sowohl die Hochschulpräsidentin Prof. Dr.-Ing. Burghilde Wieneke-Toutaoui als auch Sebastian Saule, Geschäftsführer der Wirtschafsförderung Land Brandenburg im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Technologie.Transfer.Tags hervor. Insgesamt sechs Fachvorträge gewährten anschließend vertiefende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte an der THB. Das Themenspektrum reichte dabei von neuen Hydraulik-Hebevorrichtungen über digitale Techniken zur Identifizierung von Schriftfälschungen zu identifizieren bis zur aktuellen Förderung der digitalen Vernetzung.

Ein Highlight war, wie auch in den Vorjahren, die Verleihung des BraIn – Brandenburger Innovationspreis 2018. Die im Rahmen einer Vorauswahl durch eine Jury ausgewählten besten neun Bewerber kämpften mit ihren Ideen und Projekten in drei verschiedenen Kategorien um den Ideen-Award, den Innovations- Award und den Start-Up-Award. Die neun Nominierten stellten zunächst ihre Projektidee dem Publikum vor, das anschließend über den Sieger - passend zur Veranstaltung - digital mit dem Smartphone entscheiden durfte. 

Zum Sieger des Ideen-Awards wurde eine Rheuma-Kamera gekürt, die einen Gelenktest ohne ein für den Patienten unangenehmes Anfassen des Patienten ermöglicht. Beim Innovations-Award setzte sich ein mobiles Bootshebeportal durch, das sich im Kofferraum eines Autos verstauen und leicht aufbauen lässt. Und den StartUp-Award gewann mit holzaufholz eine Schüler-Aktien-Gesellschaft, die Holzarbeiten produziert und es Schülern ermöglicht, unternehmerisches Handeln zu erproben und sich mit Innovationen auseinander zu setzen.

Insgesamt hatten sich im Jahr 2018 21 Bewerber mit ihrer Projektidee um den Innovationspreis beworben, darunter befanden sich auch Einsendungen aus Dresden und anderen Orten außerhalb der Region. Die Sieger der drei Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Weitere Informationen zum BraIn 2018 und den Preisträgern finden Sie hier.